H. G.
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Diese Rezension gilt eher dem Waldzustand und den Wanderwegen die ich im Pfälzerwald erkundete. Ich bin einige Wanderwege um Maikammer herum, sowie zu mehreren Ruinen bei Rambach gelaufen, und ich bin wirklich schockiert, wie zerklüftet, verdichtet und betoniert (Schotter) einige Regionen sind. Es scheinen ganze Autobahnnetze von Forstwegen durch die Wälder zu führen. Die Forstwirtschaft und der Mensch haben hier in Gänze klar das Zepter in der Hand und man überlässt hier nichts dem Zufall oder gar der Natur. Fast alle Wanderwege die ich sah, so breit dass Harvester Platz darauf finden, das scheint die Prämisse in vielen Gebieten zu sein. Dazu Jagdkanzeln wohin man nur schaut. Großer Nachschub für die Jägerschaft scheint stetig in der Mache zu sein, Fotos anbei. Kein Wunder, dass in der Pfalz in jedem Restaurant Wildfleisch angeboten wird, es scheint eine lukrative
Massenproduktion im Forst stattzufinden. In einigen Gebieten habe ich eine wirklich lebensverneinende Atmosphäre gespürt, denn vieles ist ausschließlich der Wirtschaftlichkeit gewidmet und Flora und Fauna wird nur sehr wenig ehrlicher Raum zugesprochen. Die Wanderwege werden durch die Menschen der Forstwirtschaft mit dem PKW befahren (Zeit ist Geld!). Den Ökosystem-Dienstleistungen wird hier kein Wert gegeben, da vieles beackert, geholzt, verdichtet, befahren und zuallerletzt auch noch tot geschossen wird. Das alles müsste nicht sein, wenn man auf ein paar Euros und Arbeitsplätze im Jahr verzichten würde. Nicht einmal das Totholz wird ausreichend im Wald belassen außer der Astabschnitte, die der Biodiversität jedoch eher weniger dienen. Bislang bin ich leider sehr enttäuscht vom Pfälzerwald und ich frage mich an welcher Stelle hier das Siegel UNESCO Biosphärenreservat das letzte mal ausgiebig kontrolliert wurde - der Wald ist eher ein profitabler Wirtschaftsstandort, weniger ein reines Erholungsgebiet in dem der Natur etwas zurück gegeben wird. Schade..